26. August 2021

Es droht ein zweites 2015!

Es droht ein zweites 2015!

20 Jahre Afghanistan-Einsatz unserer Bundeswehr: 59 tote Soldaten. Offiziell 12 Mrd. Euro zulasten der Steuerzahler. Wofür? Im Ergebnis: Für nichts! Was ist geblieben? Eine Blamage.

Die Taliban sind wieder an der Macht. Die jetzige Bundesregierung und ihre Vorgänger haben die ethnischen und kulturellen Eigenheiten von Afghanistan, die Stammesgesellschaft und den Islam einfach ausgeblendet. Die Afghanen sehen in jedem uniformierten Waffenträger aus dem nicht-islamischen Ausland einen ungläubigen Besatzer. Dies erklärt auch, warum die zurückgekehrten Taliban in manchen Ortschaften als Befreier gefeiert wurden.

Die Bundesregierung wollte aus Afghanistan einen Staat mit „westlichen Werten“ machen. Dabei zeigte eine Studie schon aus dem Jahr 2013: 99 % der Afghanen befürworten die Scharia [1]. Statt Demokratie-Export erleben wir einen fortgesetzten Migranten-Import. Beim Gang durch so manche deutsche Innenstadt fühlt man sich bereits jetzt an die Innenstadt von Kabul erinnert.

Wir von der AfD wollen ausschließlich den sog. Ortskräften Asyl gewähren. Was wir nicht wollen: Ein zweites 2015. Die Anzahl der Ortskräfte samt Familien liegt im unteren, vierstelligen Bereich. Denen wollen wir helfen. Der Rest muss in der Heimat Afghanistan bleiben. Oder in den umliegenden, islamischen Nachbarstaaten (Tadschikistan, Pakistan, Iran, Turkmenistan, Usbekistan) untergebracht werden.

Die schwarzrote Koalition spricht in ihrem Antrag wolkig und unbestimmt von der Evakuierung „designierter Personen“. Das wird sich als Mogelpackung erweisen. Mit dieser schwammigen Formulierung werden falsche Signale nach Afghanistan gesandt. Und die Schleusen potenziell geöffnet. Horst Seehofer (CSU) nannte bereits die Zahl „bis 5 Millionen“.

Vor der Bundestagswahl wird Schwarz-Rot aus Furcht vor Wählerverlusten die drohende, neue Migrantenwelle herunterspielen. Ganz anders die Grünen: In ihrem globalistischen „Humanismus“ nannte Annalena Baerbock für’s Erste über 50.000 einzufliegende Afghanen. Tatsächlich müsste sie es besser wissen. Auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen nach der Anzahl der Ortskräfte antwortete die Bundesregierung: „Derzeit sind insgesamt für die in Afghanistan tätigen Ressorts 576 Ortskräfte beschäftigt“. [2]

Für die Zeit nach der Wahl droht ein zweites 2015. Das ist nur abzuwenden, wenn die AfD deutlich gestärkt aus der Wahl hervorgeht. Der Wähler hat es in der Hand.

 

[1] https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-mehrheit-der-muslime-fuer-scharia-anwendung/8145784.html?ticket=ST-12278603-31ypdoMWqARQuxlBMsjA-ap3

[2] https://dserver.bundestag.de/btd/19/054/1905454.pdf

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