4. Juli 2021

Sofortiger Abzug aus Mali!

Sofortiger Abzug aus Mali!

+ Endlich wurden unsere Soldaten aus Afghanistan abgezogen.
+ Der Mali-Einsatz aber wird unverdrossen fortgesetzt.
+ Verteidigungsministern Kramp-Karrenbauer will angeblich Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz ziehen.
+ Ich sage: Die einzig richtige Lehre ist der sofortige Abzug aus Mali!

Nach rund 20 Jahren Afghanistan-Einsatz und 59 getöteten deutschen Soldaten ist der Afghanistan-Einsatz beendet. Der Einsatz war „für die Katz“. CDU-Verteidigungsministern Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte an, Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz ziehen zu wollen. Übrigens: Wir von der AfD haben bereits seit unserem Einzug in den Bundestag mehrfach den Abzug aus Afghanistan unserer Soldaten gefordert. Unsere entsprechenden Anträge wurden aber von den anderen Parteien stets abgelehnt. Erst als die USA ihren Abzug verkündeten, lenkte die deutsche Regierung ein und begann mit dem Abzug.

Der jüngste islamistische Anschlag auf deutsche Soldaten in Mali am 25.6.2021 zeigt: Auch dieser Einsatz wird langfristig zu einem vergleichbaren Desaster führen, wie der Afghanistan-Einsatz. Mit großen Gefahren für unsere Soldaten und mit Kosten für den deutschen Steuerzahler in Milliardenhöhe – ohne greifbaren, dauerhaften Erfolg.

Wie Afghanistan ist auch Mali ethnisch, sprachlich und kulturell kein einheitliches Land. In Mali leben über 30 Ethnien, darunter die Bambara und die Tuareg. Einige Volksstämme sind schwarzafrikanischer Herkunft, andere arabischer Herkunft.

Wie Afghanistan ist auch Mali eine islamisch geprägte Stammesgesellschaft. Die verschiedenen Ethnien sind untereinander teilweise verfeindet. So hat beispielsweise der Konflikt zwischen den Tuareg und einigen schwarzafrikanischen Volksgruppen eine lange Geschichte.

Wie in Afghanistan gelten auch in Mali alle fremden Soldaten als ungläubige, bewaffnete Besatzer. Diese Besatzer werden solange bekämpft, bis sie das Land wieder verlassen haben. Das hat sich auch in der Kolonialzeit während der französischen Besatzung gezeigt.

Mali ist ein koloniales Konstrukt der Franzosen. Dieser auf Dauer schwerlich überlebensfähige Multikulti-Kunststaat soll „stabilisiert“ werden.

Was ist mit den Lehren und Konsequenzen, die Frau Kramp-Karrenbauer aus dem Afghanistan-Einsatz ziehen wollte!? In Mali wird das Gleiche getan, wie in Afghanistan!

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“ (Albert Einstein)

Ein westlicher Einsatz in einem islamisch geprägten Land wird bei bestimmten Moslems immer auf erbitterten Widerstand stoßen. Ein Eingreifen des Westens und ein Einsatz unserer Bundeswehr kann das Land – siehe Afghanistan – nicht besser machen.

Wir von der AfD haben im Bundestag mehrfach den Abzug unserer Bundeswehr aus Mali gefordert.

Wir haben ebenso die Aufarbeitung und Evaluation des Afghanistan-Einsatzes mit all seinen menschlichen wie ökonomischen Kosten gefordert. Vor rund drei Jahren. Dies fordert nun auch die Wehrbeauftragte Eva Högl von der SPD. Högls Partei, die SPD, aber hat – wie alle anderen Fraktionen – auch diesen unseren damaligen Antrag abgelehnt.

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+ Aus dem Einsatz in Afghanistan lernen – Militärmission MINUSMA nicht fortsetzen! (BT-DS: 19/19155)
https://dserver.bundestag.de/btd/19/191/1919155.pdf
+ Einsatz in Mali sofort beenden und alle Soldaten nach Hause holen (BT-DS: 19/2218)
https://dserver.bundestag.de/btd/19/221/1922187.pdf
+ Einsetzung einer Enquete-Kommission „Evaluation des deutschen politisch-militärisch-zivilen Engagements in Afghanistan“
https://dserver.bundestag.de/btd/19/045/1904539.pdf
+ Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zur Einsetzung einer Enquete-Kommission „Evaluation des deutschen politisch-militärisch-zivilen Engagements in Afghanistan“
https://dserver.bundestag.de/btd/19/056/1905674.pdf

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